Samba, Linux Server für Windowsnetzwerke - 27. Mai 2004

Samba (www.samba.org) ist ist abgeleitet vom Server Message Block (SMB) Protokoll, das in der Windows Welt dazu eingesetzt wird, wenn Server im Netzwerk ihre Verzeichnisse und Drucker teilen. Es wurde 1991 von dem Australier Andrew Tridgell entwickelt.

 

Es bietet die Möglichkeit einen Linux Server fast unbemerkt in ein Windows Netzwerk zu integrieren. Der Zugriff von Linux-Rechnern auf den Samba Server ist ebenfalls möglich und deutlich schneller als über nfs.

 

Gestartet werden die beiden Dämonen

 

- nmbd zur Verwaltung, Browsing und als Nameserver

- smbd als Schnittstelle für die Clients.

 

 

Eine einfache /etc/smb.conf sieht so aus

 

# /etc/samba/smb.conf

 

[global]

workgroup = lug-saar.spc

security = share

 

[public]

path = /data/share

guest ok = yes

guest only = yes

 

 

Damit ist ein ReadOnly Zugriff auf das Verzeichnis /data/share möglich.

 

Syntaxfehler der smb.conf können mit testparm gefunden werden.

 

Linux kann Samba Verzeichnisse und damit auch Windowsverzeichnisse mounten. Nachdem wir die beiden Dämonen gestartet haben prüfen wir unser Samba damit.

 

smbclient -L localhost

 

zeigt uns das Verzeichnis /data/share

 

smbstatus

 

liefert den aktuellen Status inclusiv der aktuellen Verbindungen.

 

 

Samba kommt mit dem Web-Administrationstool SWAT. Die

Inbetriebnahme erfolgt über

 

#/etc/services

swat 901/tcp

 

und

 

#/etc/inetd.conf

swat stream tcp nowait.400 root /usr/sbin/swat swat

 

Nach Neustart des inetd erscheint swat unter

 

servername

 

 

Wir wollen jetzt die /etc/samba/smb.conf verfeinern.

 

[global]

workgroup = lug-saar.spc

server string = linux - king size server

 

# nur Benutzer der Linux Gruppe sambausers

valid users = @sambausers

security = user

 

# Mapping der Benutzernamen Linux zu Windows

username map = /etc/samba/smbusers

 

# verschlüsselte Kennwortübertragung durch Windows

encrypt passwords = yes

 

# interfaces anmelden erhöht die Geschwindigkeit

# (ebenso wie das Anlegen einer hosts Datei unter Windows)

interfaces = 192.168.199.248/255.255.255.0

 

# Zeitserver im Netz

time server = yes

dos filetime = yes

 

# ungenaue Zeitangabe wie bei Windows

dos filetime resolution = yes

 

# Dateinamen ohne Groß/Kleinschreibung, so wie Windows

mangle case = no

case sensitive = no

short preserve case = yes

preserve case = yes

 

# Druckerserver

printing = CUPS

printcap name = CUPS

socket options = SO_KEEPALIVE IPTOS_LOWDELAY TCP_NODELAY

wins support = No

 

# nicht anzuzeigende Files

veto files = /*.eml/*.nws/riched20.dll/*.{*}/

 

 

[home]

comment = Homeverzeichnisse

# jedem Benutzer sein eigenes und nur dieses Homeverzeichnis

valid users = %S

# nur einmal als home anzeigen

browseable = no

read only = no

create mode = 0750

directory mask = 0750

 

[share]

comment = gemeinsames Verzeichnis

path = /data/share

guest ok = Yes

guest only = Yes

read only = No

 

[dvd]

comment = dvd

path = /media/dvd

guest ok = Yes

guest omly = Yes

 

[printers]

comment = Drucker HP 930 C

path = /var/spool/cups

printable = Yes

# diesen Druckertreiber nimmt Windows

# wenn der Name exakt richtig geschrieben ist

printer driver = HP 930 C

create mask = 0600

guest ok = yes

browseable = No

 

#[print$]

#comment = Printer Drivers

#path = /var/lib/samba/drivers

#write list = @ntadmin root

#force group = ntadmin

#create mask = 0664

#directory mask = 0775

 

Damit die Benutzer erkannt werden müssen sie unter Windows ein Passwort benutzen. Diese Passwörter werden in die /etc/samba/smbpasswd mittels

 

smbpasswd -a <benutzername>

 

eingetragen.

 

 

 

Das Mapping der User von Windows zu Linux erfolgt, falls erforderlich,

über

 

# /etc/samba/smbusers

;Linuxname = Windowsname

;root = administrator admin

nobody = guest pcguest smbguest

mancas = 'Manfred Caspar'

 

Das war ein Einstieg in Samba.

mancas, 25.05.2004


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